Deutsch Förderkurs für umF

In einem Förderkurs werden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterrichtet, die im Haus Chevalier betreut werden. Vorrangig ist die Vermittlung von Deutschkenntnissen und mitteleuropäischen Sitten und Gebräuchen.

Eine besondere Herausforderung stellen die vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder dar, die ihre Muttersprache, einen Stammesdialekt, manchmal auch etwas Französisch oder Englisch sprechen. Sie schreiben lateinische Schrift, arabische, vietnamesische oder chinesische Schriftzeichen; viele sind Analphabeten.

Die Kinder und Jugendlichen sollen sich möglichst rasch in alltäglichen Situationen mit einfachen Worten verständigen können. Der Unterricht findet daher fast ausschließlich in Deutsch statt. Mit Hilfe von Bildern, Gestik und Mimik können die Schüler von Anfang an einfache Situationen verstehen und Deutsch lernen. Um jedem Schüler mit seinem individuellen Kenntnisstand gerecht zu werden, wird überwiegend mit eigenem Lernmaterial, das durch ein Lehrbuch ergänzt wird, gearbeitet. Dadurch kann in Einzelfällen auch auf schwierige Lernsituationen wie Analphabetismus und Lernbehinderung eingegangen werden. Die Lehrkraft wird nach Möglichkeit einer Hilfskraft im Bundesfreiwilligendienst oder freiwilligen sozialen Jahr unterstützt; sie betreuen einzelne Gruppen während der Stillarbeiten bzw. geben individuell zusätzliche Lernhilfen in Kleingruppen.

Die Hausaufgabenbetreuung - täglich eine Stunde - wird nachmittags von den Sozialpädagogen/innen des Hauses Chevalier übernommen.

Die Kinder sollten nach Abschluss des Kurses eine Übergangsklasse oder die Regelschule besuchen können.